Wettbergstein


N 52° 14' 10,07"   /   O 9° 29' 19,26"

Inschrift:

Anno Dni
1583 den
Januarii is
de edle vnd
erndtuest Chri
stoffer van
wetberg dorch
einen bohm
hirsüluest
dodt geual
er selen got
gnedich sy

Rückseite:

De ungluckliche bohm


Geöße des Steins:

H 220 x B 87 cm

Über den Stein:


Der Wettbergstein, auch Junkerstein genannt, ist der älteste Gedenkstein im Deister. Er ist vom Parkplatz Köllnischfeld oder auch von Nettelrede aus zu erreichen.

Junker Christoffer von Wettberg war reich begütert und hoch geachtet. Er kam hier auf dem Taubenberg, der in seinem Besitz war, durch einen umstürzenden Baum zu Tode. Von Wettberg wurde auf dem Laurentiusfriedhof in Bad Münder beigesetzt und den Gedenkstein an der Unglücksstelle ließ vermutlich seine Witwe, Magdalene von Grone, aufstellen. Der obere Teil des Steins zeigt das Wappen der Herren von Wettberg, einen Ochsenkopf.

Eine weitere Überlieferung sagt, dass ein Vater hier den letzten seiner sieben Söhne begraben hat. Diese Geschichte steht in Zusammenhang mit den von Wettbergs, ereignete sich aber über fünfzig Jahre später. Die sieben Söhne des Jobst Asche von Wettberg, ein Nachfahre des Christoffer von Wettberg, fielen im Krieg. Als Jobst Asche von Wettberg im Jahr 1644 vereinsamt starb, erlosch damit das Geschlecht der von Wettbergs.

Im Wettbergschen Adelshof befindet sich heute das Museum Bad Münder.

Quellen:
Klapproth, Gedenksteine im Deister
Wildhagen & Mierau, Über den Deister gehn
Archiv NDZ